(HS) Philosophie der Bildung und Entwicklung (1)
Dozent:innen: Philipp Dragic; Christoph KlafkiKurzname: HS PhBE1
Kurs-Nr.: 05.127.355
Kurstyp: Seminar
Inhalt
KOMMENTAR zu (HS) Grundpositionen der Didaktik des Philosophie- und des Ethikunterrichts (Chr. Klafki, Do 16)Voraussetzungen / Organisatorisches
Für die „aktive Teilnahme“ im Sinne der Prüfungsordnung gelten die folgenden Anforderungen.
1) Es wird schriftliche Tests (in Präsenz) über die behandelten Seminarinhalte geben. (Anzahl, Anzahl der zu bestehenden Tests und Termine werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben.)
2) Zweiter Bestandteil der Anforderungen ist die Übernahme einer Textpatenschaft (= Moderation einer Sitzung auf Basis der eigenen Textvorbereitung). Die Textpatenschaften werden in der ersten Sitzung verteilt, möglichst unter Berücksichtigung der Wünsche der Anwesenden.
- Falls Sie die Modulprüfungen im Anschluss an dieses Seminar ablegen wollen: Die Modulprüfungen werden mündliche Prüfungen sein.
Inhalt
Das Seminar macht mit ausgewählten Grundfragen und Grundpositionen der Didaktik der Schulfächer Philosophie und Ethik bekannt. Es wird grundlegend nach Zielen, Möglichkeiten und Grenzen dieser Fächer gefragt:
Wozu Philosophie- bzw. Ethikunterricht? Welche Ziele sollen erreicht werden? (Und damit im Hintergrund: Was ist überhaupt Philosophie, was ist – gutes – Philosophieren?)
Welche Unterrichtsprinzipien sind wichtig oder sogar notwendig für guten Philosophie- bzw. Ethikunterricht? (Kandidaten – teils mehr, teils weniger umstritten – sind etwa Problemorientierung, Schüler- bzw. Lebensweltorientierung, Wissenschaftsorientierung, Kompetenzorientierung bzw. die Einübung bestimmter Methoden des Philosophierens.) Zuletzt: Welche unterrichtspraktischen Folgen ergeben sich aus den Antworten auf die genannten Fragen?
Literatur
Die Seminartexte, verschiedenen Publikationen entnommen, werden im Moodle zur Veranstaltung bereitgestellt.
+ + + + + + + + + +
KOMMENTAR zu: (HS) Philosophie der Bildung und Entwicklung: Schülerrelativismus als Herausforderung für den Philosophie- und Ethikunterricht (Ph. Dragic)
Voraussetzungen
Das Seminar hat keine Voraussetzungen. Das Kolloquium ist als Präsenzveranstaltung auf dem Campus geplant.
Inhalt
„Bei moralischen Fragen gibt es kein richtig und kein falsch.“, „Jede Meinung ist subjektiv.“, „Welches Verhalten richtig ist, hängt ab von der Kultur, in der man aufgewachsen ist.“ Positionen wie diese werden in der Fachliteratur als Schülerrelativismus bezeichnet und insbesondere aufgrund ihrer problematischen Konsequenzen für die weitere, diskursive Auseinandersetzung als Herausforderungen für den Philosophie- und Ethikunterricht verstanden. Wie sollten Lehrkräfte auf angemessene Weise dieser Herausforderung umgehen?
Das Seminar erschließt zunächst Positionen, die das Phänomen des Schülerrelativismus genauer einzuordnen versuchen. Auf dieser Grundlage werden dann Lösungsansätze diskutiert. Hierauf aufbauend sollen eigene Unterrichtsentwürfe entwickelt werden, die mit dem Phänomen des Schülerrelativismus produktiv umgehen.
Literatur
Balg, D. (2020). Talking about Tolerance: A New Strategy for Dealing with Student Relativism, Teaching Philosophy 43(2): 221–46. https://doi.org/10.5840/teachphil202068122
Chandler, M. J., M. Boyes, and L. Ball. (1990). Relativism and Stations of Epistemic Doubt, Journal of Experimental Child Psychology 50: 370–95. https://doi.org/10.1016/0022-0965(90)90076-K
Carson, T. L. (1999). An Approach to Relativism, Teaching Philosophy 22(2) (June): 161–84. https://doi.org/10.5840/teachphil199922220
Ihara, C. K. (1984). Moral Skepticism and Tolerance, Teaching Philosophy 7(3): 193–98. https://doi.org/10.5840/teachphil19847354
Paden, R. (1994). The Natural History of Student Relativism, Journal of Thought 29(2): 47–58.
Satris, S. A. (1986). Student Relativism, Teaching Philosophy 9(3): 193–205. https://doi.org/10.5840/teachphil19869336
Talbot, B. (2012). Student Relativism: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb, Teaching Philosophy 35(2): 171–87. https://doi.org/10.5840/teachphil201235217
Zinke, A. (2023). Schülerrelativismus und Urteilsenthaltung. In Löwenstein, D., Romizi, D., Pfister J. (Hrsg.). Argumentieren im Philosophie- und Ethikunterricht. (S. 39 – 52). Vienna University Press.
Die Literatur wird auch über Moodle zur Verfügung gestellt.
Formalia
Aktive Teilnahme:
Entwicklung eines Essays oder Anfertigung und schriftliche Ausformulierung einer Unterrichtsplanung, die gezielt die im Seminar besprochenen Unterrichtsprinzipien berücksichtigt.
Modulprüfung
Sofern in dieser Veranstaltung eine Modulprüfung abgelegt werden soll, kann diese in Form einer Hausarbeit erfolgen.