Stephanie Elsen M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin (ab SoSe 2021)

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Email: stephanie.elsen[at]philo.unibe.ch

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Forschungsschwerpunkte

Grundbegriffe der praktischen Philosophie (Interessen und Wohlergehen, moralischer Status, moralische Ansprüche und Pflichten, persönliche Beziehungen, moralische und soziale Gleichheit); Philosophie der Behinderung

 


Kurz-Vita

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Praktische Philosophie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (ab SoSe 2021); seit 2017 Doktoratsstudium im Fach Philosophie an der Universität Bern; 2017-2021 Anstellung als Doktorierende am Institut für Philosophie der Universität Bern; Forschungsaufenthalte an der University of Oxford, UK und der Monash University, Australien (2019); 2013-2016 Masterstudium der Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin; 2009-2012 Bachelorstudium der Germanistik und Philosophie an der Eberhard Karls Universität Tübingen.

 


Vorträge (Auswahl)

  • „The relation that ultimately matters“, Online-Workshop The Foundations of Human Equality, 23.09.2020.
  • „Philosophische Fragen zur Inklusion“, Fachtag Philosophie/Ethik, Humboldt-Universität zu Berlin, 06.03.2020.
  • „What Do We Mean by ‘Disability’?“, Applied Ethics Discussion Group, University of Oxford, 23.05.2019.
  • „The Political Account of Impairment and Disability“, Seminar Philosophy and Bioethics, Monash University, 10.04.2019.
  • „Taking seriously the political and social value of the concept of disability“, Konferenz What Philosophy Learns From Disability, Monash University, 07.12.2018.
  • „The Role of Pragmatic Considerations in Analysing the Concept of Disability“, Zehnter internationaler Kongress der Gesellschaft für Analytische Philosophie (GAP.10), Universität zu Köln, 20.09.2018; Konferenz Methods in Applied Ethics, Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegen (NTNU), 20.04.2018.

 


Dissertationsprojekt: Cognitive Disability and Claims to Inclusion

In meinem Dissertationsprojekt wende ich mich einem Thema zu, das in aktuellen Diskussionen in der Öffentlichkeit viele grundlegende Fragen aufwirft, in der gegenwärtigen wissenschaftlich-philosophischen Debatte jedoch immer noch wenig präsent ist: den Ansprüchen von Menschen mit kognitiver Behinderung, insbesondere auf soziale Inklusion. Ich widme mich der Frage, ob und, wenn ja, auf welcher normativen Grundlage ein Anspruch von Menschen mit kognitiver Behinderung auf Inklusion in einen gesellschaftlichen Bereich wie die Arbeitswelt begründet werden kann. In der Bearbeitung dieser Forschungsfrage setze ich mich kritisch unter anderem mit den philosophischen Debatten zu der Natur von Behinderung sowie dem Zusammenhang zwischen Behinderung und Wohlergehen auseinander und bearbeite Fragen zu den Adäquatheitsbedingungen normativer Theorien von sozialen Kategorien. Meine Antworten zu den Fragen, die der Begriff der Inklusion seiner Struktur nach aufwirft, berücksichtigen, dass wir soziale Inklusion in der aktuellen politischen Debatte (etwa im Anschluss an die UN-Behindertenrechtskonvention) als etwas Wertvolles betrachten, das prinzipiell jeder, unabhängig von Art und Umfang der Behinderung erfahren kann. Ein besonderes Augenmerk meiner Untersuchung des Inklusionsbegriffs liegt auf der Spezifizierung von Handlungen der sozialen Einbeziehung und des Wertes der persönlichen Beziehungen, die diese Handlungen fördern und konstituieren. Ich diskutiere verschiedene Positionen zur Frage, wer warum moralische Berücksichtigung finden sollte. Mein eigener Vorschlag verweist auf biologisch und sozial bestimmte grundlegende soziale Interessen und eine wenig anspruchsvolle Form der Soziabilität. Dieses Kriterium bringe ich dann in der Begründung der Inklusionsansprüche auch von Menschen mit umfassender kognitiver Behinderung zur Anwendung.

 


Publikationen

Elsen, S. & Merkel, L. (2020). Vorstellung der Unterrichtsbausteine „Philosophische Fragen zur Inklusion“ auf philovernetzt.de. Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik, 2, 101-103.