(Ü) Lehren und Lernen (1)
Dozent:innen: Martina Kokol; Dr. Christiane LangKurzname: Ü LL1
Kurs-Nr.: 05.127.360
Kurstyp: Übung
Inhalt
KOMMENTAR zu (Ü) Lehren & Lernen (1): Problem- und wissenschaftsorientiertes Philosophieren (M. Kokol)Inhalt
In der Übung wird problemorientiertes Philosophieren als didaktisches und epistemisches Grundprinzip untersucht. Ausgangspunkt ist die Frage, was eine problemorientierte Eröffnungsphase genuin philosophisch macht und wie sich Unterrichtsreihen entlang solcher Problemstellungen sinnvoll strukturieren und sequenzieren lassen. Dabei werden Mikro-, Meso- und Makroebene der Problemorientierung sowie das Kernphasen-Konzept der Unterrichtsplanung systematisch aufeinander bezogen.
Darauf aufbauend dient die Frage „Warum auf die Wissenschaft hören?“ als Zugang zu grundlegenden epistemologischen Unterscheidungen. Im Zentrum steht die Differenzierung zwischen wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen bzw. pseudowissenschaftlichen Formen des Wissens. Diese erfolgt mithilfe des philosophischen Basiserkenntniskonzepts der „epistemischen Grundlagenunterscheidungen“ nach Bussmann und vertieft sich im Kontext von Wissenschaftstheorie und Erkenntnistheorie.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt dabei auf der didaktischen Reduktion komplexer Theorien für unterschiedliche Jahrgangsstufen sowie auf der Entwicklung und kritischen Reflexion problemorientierter Unterrichtssequenzen.
Die Übung Lehren und Lernen I richtet sich an Studierende, die sich grundlegend mit der Planung und Reflexion philosophischer Unterrichtsprozesse auseinandersetzen möchten. Neben theoretischen Einführungen bietet die Veranstaltung Raum für praktische Übungen und die Erprobung, möglichst an der IGS Osthofen, ausgewählter Methoden.
Literatur
Materialien und Texte werden über Moodle zu Semesterbeginn zur Verfügung gestellt.
+ + + + + + + + + +
KOMMENTAR zu (Ü) Lehren und lernen: Ethik unterrichten in der Sekundarstufe II (Dr. Chr. Lang)
Wie lässt sich moralisch richtiges Handeln begründen? Welche Rolle spielen Konsequenzen, Absichten oder moralische Pflichten bei der Bewertung einer Handlung? Welche Pflichten haben wir gegenüber anderen (menschlichen und nicht-menschlichen Tieren)? Wie lassen sich ethische Konflikte lösen?
Diese und weitere Fragen stehen im inhaltlichen Zentrum der Übung, die die Konzeption und Reflexion von Philosophie- und Ethikunterricht für die Oberstufe in den Blick nimmt und zwar unter Berücksichtigung grundlegender philosophiedidaktischer Prinzipien und Elemente guten Unterrichts wie Problem- und Lernerorientierung, Lebensweltbezug, Kontroversität sowie Fachmethodenorientierung und, last but not least, die Orientierung am Philosophieren.
Ziel der Übung ist es, eine Unterrichtsreihe für die Oberstufe (Philosophie/Ethik) zu planen, in der zentrale Fragen und Probleme der normativen Ethik in aktuellen Anwendungsfeldern behandelt werden. Nach einem kurzen Rekurs auf fachdidaktische Basistexte, sollen zunächst die fachlichen Grundlagen erarbeitet und anschließend in verschiedenen Anwendungsfeldern für den Unterricht aufbereitet werden. Es wird Bezug genommen auf den prospektiven LP Ethik Sek II GK/LK in RLP.