(WPS) Wissenschaftspropädeutisches Proseminar
Dozent:innen: apl. Prof. Dr. Anne Pollok; Dr. Patricia Steinfeld; Dr. Felix Uwe TimmermannKurzname: WPS Phil.
Kurs-Nr.: 05.127.017
Kurstyp: Proseminar
Inhalt
KOMMENTAR zu (WPS) John Locke, Zweite Abhandlung über die Regierung (Dr. Patricia Steinfeld, Di 10)Inhalt
Gerade in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen und politischer Unruhen tritt der Wunsch nach einer stabilen politischen Ordnung verstärkt hervor. Für einige Philosophen des 16. und 17. Jahrhunderts waren sie zudem Anlass, sich mit dem Problem der Staatsbegründung und der Legitimation von politischer Macht intensiv auseinanderzusetzen. John Locke (1632 – 1704) behandelt in seiner Zweiten Abhandlung über die Regierung die Frage, welche Grundrechte jedem Bürger aufgrund eines Staatsvertrags zuteil werden müssen, damit ein dauerhaft gerechtes und friedliches Zusammenleben gewährleistet ist.
Parallel zum WPS findet ein Tutorium statt, zu dem ebenfalls eine Anmeldung über JOGU-StINe erforderlich ist.
Literatur
Locke, John (1689): The second treatise of government. Englisch-deutsch = Über die Regierung. Übers. v. Dorothee Tidow, hrsg. v. Peter Cornelius Mayer-Tasch. Stuttgart: Reclam 2012 (Reclams Universal-Bibliothek, Nr. 18884). [isbn 9783150188842.]
+ + + + + + + + + + +
KOMMENTAR zu (WPS) Was ist Freiheit? Eine existentialistische Antwort (Prof. Dr. Anne Pollok, Mi 10/Mi 14)
In diesem WPS untersuchen wir einige Grundlagen philosophischen Denkens, Lesens, Argumentierens und Schreibens. Als Grundlage befassen wir uns mit der Philosophie des Existentialismus, insbesondere zwei Werken von Simone de Beauvoir (1908-1986): Phyrrus und Cineas (1944) und Für eine Moral der Doppelsinnigkeit (1947).
Philosophisches Denken trainieren wir zuerst durch genaues Lesen, dem Bestimmen und Erfassen von philosophischen Grundbegriffen und den Grundannahmen einer philosophischen Position – in unserem Fall werden wir uns fragen, was es eigentlich bedeutet, „frei“ zu sein; für wen oder was man Verantwortung übernimmt; wie ein Leben gelingen kann.
Wir werden uns Lexikonartikel und Forschungsliteratur zu Simone de Beauvoir und dem Existentialismus anschauen, um herauszufinden, wie sich philosophisches Argumentieren eigentlich von anderen Herangehensweisen unterscheidet – und, ganz wichtig, wir werden uns an das Abfassen von akademischen Arbeiten herantasten.
+ + + + + + + + + + +
KOMMENTAR zu (WPS) Klassische Argumente der Ethik (Dr. Felix Uwe Timmermann, Mo 10/Mo 14)
Organisatorisches/Voraussetzungen
Das Seminar findet in Präsenz statt und wird über das JGU-LMS (Moodle) organisiert, wo Sie zu Semesterbeginn den Seminarplan und sämtliche Seminarmaterialien finden. Die gründliche Vorbereitung der Texte wird erwartet.
Inhalt
Die Veranstaltung verfolgt zwei Ziele. Zum einen werden Sie im Rahmen des Seminars und des begleitenden Tutoriums mit den Grundtechniken des wissenschaftlichen Arbeitens (von A wie Arbeitsplanung bis Z wie Zitiertechnik) vertraut gemacht, die Sie benötigen, um im Anschluss an die Veranstaltung erfolgreich Ihre erste eigene philosophische Arbeit zu erstellen. Zum anderen lernen Sie einige klassische Argumente der neueren Praktischen Philosophie kennen: Von Peter Singers „Kind-im-Teich“-Beispiel über Robert Nozicks „Erfahrungsmaschine“ bis zu Judith Jarvis Thomsons Geiger-Gedankenexperiment. Dabei geht es um Fragen wie die, welche Pflichten wir angesichts massiver globaler Ungleichheiten haben, ob Lust das einzige ist, was letzten Endes wertvoll ist, und ob daraus, dass ein Fötus eine Person ist, automatisch folgt, dass Abtreibung falsch ist. Auf diese Weise erhalten wir nicht nur einen Überblick über die wichtigsten Formen der philosophischen Ethik, sondern können auch die Frage erörtern, wie sich im Bereich der Moral und ihrer Begründung überhaupt rational argumentieren lässt.
Literatur
Die zu lesenden Texte werden via LMS zur Verfügung gestellt.