Henning Kirschbaum, M.A.

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Promotionsprojekt „Groundwork without Transcendental Idealism. A Simplified Kantian Theory of Morals and Free Will.“ (Arbeitstitel)

In meinem Promotionsprojekt beschäftige ich mich mit der Frage, welche die beste Variante der Moralphilosophie Immanuel Kants als potenzielle Erklärung moralischer Pflichten ist. Zur Beantwortung meiner Fragestellung rekonstruiere ich zunächst Kants eigene Version seiner Moraltheorie, einschließlich des kategorischen Imperativs und der Reziprozitätsthese. Darauf aufbauend ist meine These zweigeteilt: Erstens schlage ich eine deduktiv gültige Herleitung des kategorischen Imperativs aus einfachen und starken handlungstheoretischen Annahmen sowie epistemischen Forderungen vor. Wie ich zeige, umgeht der so abgeleitete kategorische Imperativ die schwierigsten Anwendungsprobleme, vor denen Kants Ethik steht. Zweitens argumentiere ich, dass Kant zwar recht hat, wenn er annimmt, dass Pflichten und Willensfreiheit reziprok aufeinander zurückweisen. Allerdings gibt es eine einfachere Erklärung für die Möglichkeit der Freiheit unseres Willens als Kants transzendentalen Idealismus: Kant versteht Willensfreiheit so absolut, dass wir nur dann frei sein können, wenn der transzendentale Idealismus wahr ist; einfacher ist es aber, Willensfreiheit komparativ zu verstehen, sodass sie auch dann möglich ist, wenn der transzendentale Idealismus falsch ist. Denn dann ist die Annahme des transzendentalen Idealismus zumindest zur Erklärung der Moral nicht nötig. Kants sonst vielversprechende Moralphilosophie sollte deshalb ohne transzendentalen Idealismus vertreten werden.

Forschungsschwerpunkte

Normative Ethik, insb. Kant

Willensfreiheit

Kurzlebenslauf

  • Seit 2026: Stipendiat in der Promotionsförderung der Studienstiftung des deutschen Volkes
  • 2025: Stipendiat in der Promotionsförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung
  • Seit 2024: Promotionsstudium der Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    • Abschlussarbeit (Arbeitstitel): „Groundwork without Transcendental Idealism. A Simplified Kantian Theory of Morals and Free Will.“
  • Seit 2023: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Grundlagenfragen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    • Aufgaben umfassen: Leitung von diversen Seminaren in der Praktischen Philosophie
  • 2022-2024: Masterstudium der Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • 2022-2023: Masterstudium der Philosophie an der Katholieke Universiteit Leuven
    • Abschlussarbeit: „Why Are There Moral Duties? A Novel Abductive Approach to Kant’s Explanation of Morals.“
  • 2019-2023: Stipendiat in der Grundförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung
  • 2019-2022: Studientische Hilfskraft am Philosophischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    • Aufgaben umfassten: Leitung von Übungen und Tutorien zur Einführung in die moderne Logik und Argumentationstheorie
  • 2018-2022: Bachelorstudien der Philosophie, Politikwissenschaft und Soziologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    • Abschlussarbeit: „Peter van Inwagens Konsequenzargument für die Inkompatibilität von Determinismus und Willensfreiheit: Rekonstruktion, Kritik und Verteidigungsvorschläge.“
    • Auszeichnung für die Anfertigung einer herausragenden Bachelorarbeit im Fach Philosophie des Fachbereichs Philosophie und Philologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    • Auslandssemester an der Cardiff University

Stand: Januar 2026